Chris Markers

Das leise Klappern im Zündschloss

Der tägliche Griff zum Schlüsselbund ist reine Routine. Oft hängen dort nicht nur die Haustür- und Autoschlüssel, sondern auch diverse Anhänger, Chips für den Einkaufswa…

Das leise Klappern im Zündschloss

Der tägliche Griff zum Schlüsselbund ist reine Routine. Oft hängen dort nicht nur die Haustür- und Autoschlüssel, sondern auch diverse Anhänger, Chips für den Einkaufswagen und schwere Erinnerungsstücke. Was wir dabei meist übersehen: In der Summe entwickeln diese Bunde ein beachtliches Gewicht, das zu einer mechanischen Belastung führt, die auf Dauer teuer werden kann.
Steckt das schwere Konvolut im Zündschloss des Wagens, wirkt während der Fahrt eine physikalische Hebelkraft auf die Mechanik. Bei jeder Bodenwelle, jeder Kurve und jeder Vibration des Motors zieht die Masse des Schlüsselbundes am Schließzylinder. Die feinen Metallplättchen und Federn im Inneren des Schlosses sind für diese ständige, einseitige Zugbelastung nicht ausgelegt. Mit der Zeit leiert der Mechanismus schleichend aus. Erste Anzeichen sind ein leichtes Haken beim Umdrehen oder ein Schlüssel, der sich nur noch mit sanfter Gewalt abziehen lässt. Im schlimmsten Fall muss die gesamte Schließanlage ausgetauscht werden, was in der Werkstatt schnell mehrere hundert Euro kostet.
Ein überraschend simpler Kniff schafft hier Abhilfe und schont die Technik. Ein kleiner Karabiner oder ein einfaches Stecksystem am Autoschlüssel ermöglicht es, diesen mit einem Handgriff vom restlichen schweren Bund zu trennen, bevor er ins Schloss gesteckt wird. So hängt während der Fahrt lediglich der leichte Einzelschlüssel im Zündschloss. Dieser kleine Moment der Aufmerksamkeit entlastet die empfindliche Mechanik sofort und sorgt dafür, dass das Schloss auch nach vielen Jahren noch so präzise schließt wie am ersten Tag.