Chris Markers

Der lautlose Beifahrer gegen die morgendliche Sichtbehinderung

Es ist ein fast schon ritueller Moment in diesen kühlen Wochen: Man steigt morgens etwas gehetzt ins Auto, schließt die Tür und noch bevor der Motor richtig warm gelaufe…

Der lautlose Beifahrer gegen die morgendliche Sichtbehinderung

Es ist ein fast schon ritueller Moment in diesen kühlen Wochen: Man steigt morgens etwas gehetzt ins Auto, schließt die Tür und noch bevor der Motor richtig warm gelaufen ist, verwandelt sich die Windschutzscheibe in eine undurchsichtige Milchglaswand. Die Feuchtigkeit, die wir mit nassen Schuhen oder der Atemluft ins Innere bringen, setzt sich an den kältesten Stellen ab – meist direkt im Sichtfeld. Viele greifen dann zum Schwamm oder wischen mit der Hand über das Glas, was jedoch oft nur Schlieren hinterlässt, die bei Gegenlicht gefährlich blenden können.
Die überraschend einfache Lösung für dieses Problem findet sich nicht im Autozubehör, sondern in der Haustierabteilung oder im Drogeriemarkt. Ein ausrangierter, aber lochfreier Kniestrumpf und eine Handvoll herkömmliches Katzenstreu auf Silikatbasis wirken hier kleine Wunder. Das Silikat ist darauf ausgelegt, extrem viel Feuchtigkeit aufzunehmen und zu binden. Füllt man den Strumpf etwa zur Hälfte mit dem Granulat, verknotet ihn fest und platziert diesen „Trockensack“ unauffällig auf dem Armaturenbrett oder unter dem Beifahrersitz, entzieht er der Innenraumluft kontinuierlich die überschüssige Nässe.
Der Effekt zeigt sich oft schon nach der ersten Nacht: Die Scheiben bleiben klar, und das klamme Gefühl im Auto verschwindet. Wer den Strumpf alle paar Wochen für einige Zeit auf die Heizung legt, regeneriert das Silikat und kann den kleinen Helfer den gesamten Winter über wiederverwenden. Das spart nicht nur die quälenden Minuten, in denen man auf die Gebläseleistung warten muss, sondern sorgt auch für einen sichereren Start in den Tag – ganz ohne chemische Sprays oder schmierige Rückstände auf dem Glas.