Der herbstliche Berufsverkehr verlangt Pendlern ohnehin schon einiges ab, doch oft beginnt der Stress bereits vor dem Ausparken. Man setzt sich in den Wagen, und noch bevor der Motor richtig warm ist, legt sich ein milchiger Schleier über die Innenseite der Windschutzscheibe. Das hektische Wischen mit dem Ärmel oder einem alten Tuch macht die Sache meist nur schlimmer und sorgt für irritierende Lichtreflexe bei Gegenverkehr. Was viele Autofahrer nicht ahnen: Die Ursache für die hartnäckige Feuchtigkeit liegt meist nicht an den Dichtungen oder der Lüftung, sondern an einer schleichenden Ansammlung in den Textilien des Fußraums.
Durch nasses Schuhwerk gelangt täglich eine beachtliche Menge Wasser in die Bodenbeläge. Da moderne Autos hervorragend isoliert sind, bleibt diese Feuchtigkeit im Inneren gefangen und schlägt sich bei sinkenden Außentemperaturen als Kondensat an den kältesten Punkten nieder – den Glasscheiben. Ein Griff zum Altpapierstapel kann hier Wunder wirken. Wer eine großzügige Lage alter Zeitungsseiten über Nacht flach auf die Fußmatten legt, nutzt die enorme Saugkraft der Zellulose. Das Papier zieht die Feuchtigkeit wie ein Magnet aus den Fasern des Teppichs, bevor sie überhaupt verdunsten und nach oben steigen kann. Am nächsten Morgen wird das klamme Papier einfach entsorgt. Das Ergebnis ist eine spürbar trockenere Innenraumluft, die nicht nur für freie Sicht sorgt, sondern auch dem muffigen Geruch vorbeugt, der in vielen Fahrzeugen zum permanenten Winterbegleiter wird.
Der stille Feind unter dem Fahrersitz
Der herbstliche Berufsverkehr verlangt Pendlern ohnehin schon einiges ab, doch oft beginnt der Stress bereits vor dem Ausparken. Man setzt sich in den Wagen, und noch be…