Chris Markers

Der unsichtbare Grund für spritzendes Wasser am Waschbecken

Es ist ein vertrauter Moment am Morgen: Man möchte sich nur kurz die Hände waschen oder ein Glas Wasser füllen, doch statt eines sanften, gleichmäßigen Strahls schießt d…

Der unsichtbare Grund für spritzendes Wasser am Waschbecken

Es ist ein vertrauter Moment am Morgen: Man möchte sich nur kurz die Hände waschen oder ein Glas Wasser füllen, doch statt eines sanften, gleichmäßigen Strahls schießt das Wasser plötzlich unkontrolliert zur Seite. Kleine Spritzer landen auf dem Spiegel, dem frisch angezogenen Hemd oder direkt auf der Badezimmermatte. Oft gewöhnt man sich über Wochen an dieses Phänomen, rückt das Glas eben ein Stück weiter nach links oder dreht den Hahn nur noch halb auf, um die „Wildwasserspiele“ im Zaum zu halten.
Das Problem liegt meist nicht an der Leitung oder dem Wasserdruck, sondern an einer Stelle, die beim Putzen fast immer übersehen wird: dem Perlator. In diesem kleinen Sieb am Ende des Wasserhahns verfangen sich mit der Zeit Kalkplättchen und winzige Schmutzpartikel aus den Rohren. Das Ergebnis ist ein unsauberes Strahlbild, das nicht nur nervt, sondern auf Dauer auch den Durchfluss behindert.
Wer nun zur Rohrzange greift, begeht oft den nächsten Fehler. Die scharfen Metallzähne des Werkzeugs hinterlassen unschöne Kratzer auf der glänzenden Chrom-Oberfläche des Hahns, selbst wenn man vorsichtig ist. Dabei gibt es eine verblüffend einfache Methode, die ganz ohne Kraftaufwand und Werkzeug funktioniert, während man sich bereits anderen Dingen widmet.
Alles, was man dafür benötigt, ist ein kleiner Gefrierbeutel oder ein einfacher Luftballon und etwas haushaltsüblicher Essig oder Zitronensäure. Man füllt eine kleine Menge der Entkalkerflüssigkeit in den Beutel, stülpt diesen über den Wasserhahn, sodass der Perlator komplett eintaucht, und fixiert das Ganze mit einem Gummiband.
Nach etwa ein bis zwei Stunden Einwirkzeit hat die Säure den Kalk lautlos aufgelöst. Wenn man den Beutel entfernt und kurz nachspült, fließt das Wasser wieder so weich und gebündelt, wie am ersten Tag. Dieser kleine Handgriff schont nicht nur die Nerven und die Armaturen, sondern sorgt auch dafür, dass das Händewaschen nicht mehr mit einer unfreiwilligen Dusche endet.