Es ist ein typischer Herbsttag in Deutschland, der Regen peitscht gegen die Scheiben, und man ist froh, im Trockenen zu sitzen. Doch beim nächsten Kontrollgang durch das Wohnzimmer folgt der Schreck: Auf der inneren Fensterbank hat sich eine kleine Pfütze gebildet, obwohl der Griff fest verriegelt ist. Oft ist der erste Gedanke ein kostspieliger: Ist die Dichtung porös? Muss das ganze Fenster ausgetauscht werden? Die Ursache ist jedoch meist weitaus unscheinbarer und lässt sich innerhalb weniger Minuten beheben, ganz ohne Handwerker.
Wer den Fensterflügel öffnet und den Blick auf die untere Schiene des Rahmens richtet, entdeckt dort meist zwei schmale, längliche Schlitze. Diese Entwässerungsöffnungen sind das unsichtbare Sicherheitssystem des Fensters. Sie sind dafür da, eindringendes Schlagregenwasser oder Kondensat kontrolliert nach außen zu leiten. Über die Jahre sammeln sich dort jedoch Blütenpollen, feiner Hausstaub und winzige Insektenreste. Gemeinsam mit der Feuchtigkeit bildet sich eine zähe Masse, die wie ein Pfropfen wirkt. Das Wasser kann nicht mehr abfließen, staut sich im Profil an und drückt schließlich über die innere Kante in den Wohnraum.
Die Lösung erfordert kein Spezialwerkzeug. Ein einfacher Holz-Zahnstocher oder ein dünner Pfeifenreiniger reicht meist aus, um den Kanal vorsichtig freizulegen. Wer sichergehen will, saugt die Schiene zuvor mit der schmalen Düse des Staubsaugers aus, um den losen Dreck nicht noch tiefer hineinzuschieben. Ein kleiner Test mit einem Schluck Leitungswasser verrät sofort, ob der Weg wieder frei ist: Fließt das Wasser zügig durch die äußeren Kappen ab, ist die Gefahr für das Mauerwerk und den Bodenbelag gebannt. Dieser kurze Handgriff beim herbstlichen Hausputz erspart nicht nur unnötige Sorgen um die Bausubstanz, sondern sorgt auch dafür, dass die Luftfeuchtigkeit im Rahmenbereich niedrig bleibt und Schimmel gar nicht erst entstehen kann.
Die kleinen Schlitze am Fensterrahmen
Es ist ein typischer Herbsttag in Deutschland, der Regen peitscht gegen die Scheiben, und man ist froh, im Trockenen zu sitzen. Doch beim nächsten Kontrollgang durch das…