Chris Markers

Die unsichtbare Barriere im Blumentopf

Wer seine Zimmerpflanzen liebt, kennt das kleine Malheur am Sonntagmorgen: Nach dem Gießen sammelt sich in den Untersetzern nicht nur überschüssiges Wasser, sondern oft…

Die unsichtbare Barriere im Blumentopf

Wer seine Zimmerpflanzen liebt, kennt das kleine Malheur am Sonntagmorgen: Nach dem Gießen sammelt sich in den Untersetzern nicht nur überschüssiges Wasser, sondern oft auch eine feine Schicht aus Erde und Schlamm. Das sieht auf der hellen Fensterbank nicht nur unschön aus, sondern kann auf Dauer auch den Wasserabzug verstopfen und so die gefürchtete Staunässe begünstigen. Doch die Lösung für dieses Problem findet sich meist direkt in der Küchenschublade.
Ein herkömmlicher Kaffeefilter aus Papier ist das ideale Hilfsmittel beim nächsten Umtopfen. Legt man ihn flach über das Abzugsloch am Boden des Topfes, bevor die Erde eingefüllt wird, fungiert er wie eine Membran. Das Wasser kann weiterhin ungehindert abfließen, während die feinen Erdpartikel zuverlässig im Topf zurückgehalten werden. Das Papier ist dabei so durchlässig, dass die Belüftung der Wurzeln nicht beeinträchtigt wird.
Nach einigen Monaten zersetzt sich das Material ganz natürlich und rückstandslos. Bis dahin ist der Wurzelballen der Pflanze meist so gefestigt und das Substrat so stabilisiert, dass auch ohne den Filter kaum noch Erde herausgeschwemmt wird. Es ist ein verblüffend simpler Handgriff, der den „Urban Jungle“ in der Wohnung ein großes Stück pflegeleichter macht und die Fensterbank dauerhaft sauber hält.