Chris Markers

Die unsichtbare Feuchtigkeitsfalle: Warum wir unsere Fensterbank oft falsch dekorieren

Es ist dieser eine Handgriff am Morgen, den fast jeder kennt: Der Griff zum Küchentuch, um das Kondenswasser von der unteren Kante der Fensterscheibe zu wischen. Besonde…

Die unsichtbare Feuchtigkeitsfalle: Warum wir unsere Fensterbank oft falsch dekorieren

Es ist dieser eine Handgriff am Morgen, den fast jeder kennt: Der Griff zum Küchentuch, um das Kondenswasser von der unteren Kante der Fensterscheibe zu wischen. Besonders wenn es draußen ungemütlich wird, beschlagen die Gläser im Schlafzimmer oder Wohnzimmer über Nacht. Doch während wir gewissenhaft lüften und wischen, übersehen wir oft eine ganz einfache Ursache, die direkt vor unseren Augen steht – unsere Dekoration.
Wer seine Zimmerpflanzen, die schweren Bilderrahmen oder dekorative Kerzenständer bündig an die Glasscheibe rückt, baut unwissentlich eine Barriere für die Raumluft. In diesem schmalen Zwischenraum zwischen Objekt und Glas steht die Luft regelrecht still. Sie kühlt an der kalten Scheibe extrem schnell ab und kann die im Raum vorhandene Feuchtigkeit nicht mehr halten. Das Ergebnis ist nicht nur ein nasses Fenster, sondern auf Dauer oft auch unbemerkter Schimmel am Silikonrand oder unschöne Stockflecken an den Unterseiten der Töpfe.
Dabei lässt sich das Problem mit einem simplen Handgriff lösen, der keinen Cent kostet: der „Zwei-Finger-Regel“. Achten Sie beim morgendlichen Aufräumen oder nach dem Putzen darauf, dass zwischen jedem Gegenstand und der Fensterscheibe mindestens zwei Finger breit Platz bleiben. Dieser winzige Korridor reicht aus, damit die warme Zimmerluft auch die kritische untere Kante der Scheibe erreicht und dort zirkulieren kann. Die Feuchtigkeit schlägt sich dadurch deutlich weniger nieder. Es ist eine dieser kleinen Umstellungen in der Routine, die das Material der Fensterrahmen schonen und ganz nebenbei für ein gesünderes Raumklima sorgen, ohne dass man das Wohngefühl einschränken muss.