Man kommt nach ein paar Tagen aus dem Kurzurlaub zurück, schließt die Wohnungstür auf und erwartet diesen vertrauten Duft von „Zuhause“. Stattdessen schlägt einem eine muffige, fast schon schwefelige Note entgegen. Der erste Reflex: Haben wir den Müll vergessen? Ist im Kühlschrank etwas umgekippt? Doch die Suche bleibt meist erfolglos, denn das Problem liegt oft dort, wo man es am wenigsten vermutet – in einem ungenutzten Abfluss oder dem Bodenablauf im Hauswirtschaftsraum.
In jedem Siphon steht normalerweise eine kleine Menge Wasser, das sogenannte Sperrwasser. Es fungiert als natürliche Barriere gegen die Gase aus der Kanalisation. Wird ein Waschbecken im Gäste-Bad, die Dusche im Keller oder ein Ablauf neben der Waschmaschine jedoch über längere Zeit nicht genutzt, verdunstet diese Barriere schlichtweg. Der unsichtbare Schutzpfropfen verschwindet, und die stehende Luft aus den Rohren hat freie Bahn in die Wohnräume. Besonders bei trockener Heizungsluft im Winter oder in Räumen mit Fußbodenheizung beschleunigt sich dieser Prozess massiv.
Die Lösung für dieses olfaktorische Rätsel ist so simpel wie effektiv und erfordert keine chemischen Reinigungsmittel. Es reicht völlig aus, in regelmäßigen Abständen ein großes Glas Leitungswasser in die selten genutzten Abläufe zu gießen, um den Wasserspiegel im Siphon wieder anzuheben. Wer das Problem dauerhaft lösen möchte, etwa vor einer längeren Reise, greift zu einem alten Haushaltstrick: Ein winziger Spritzer herkömmliches Speiseöl nach dem Wasser verhindert, dass die Flüssigkeit im Rohr verdunstet. Das Öl bildet einen hauchdünnen Film auf der Oberfläche und hält den Geruchsverschluss intakt. Ein kleiner Handgriff beim nächsten Wohnungsputz genügt, damit die Heimkehr in Zukunft wieder genau so riecht, wie sie soll.
Warum ein Glas Wasser im Gäste-WC der beste Lufterfrischer ist
Man kommt nach ein paar Tagen aus dem Kurzurlaub zurück, schließt die Wohnungstür auf und erwartet diesen vertrauten Duft von „Zuhause“. Stattdessen schlägt einem eine m…