Chris Markers

Warum ein wenig Puder den Auftritt im Büro retten kann

Man kennt diese Momente, in denen die Umgebung ungewollt still ist. Vielleicht führt der Weg durch den langen, gefliesten Flur eines Bürogebäudes oder man betritt verspä…

Warum ein wenig Puder den Auftritt im Büro retten kann

Man kennt diese Momente, in denen die Umgebung ungewollt still ist. Vielleicht führt der Weg durch den langen, gefliesten Flur eines Bürogebäudes oder man betritt verspätet einen Konferenzraum, in dem bereits konzentriert gearbeitet wird. Eigentlich möchte man unauffällig zu seinem Platz gleiten, doch stattdessen zieht man alle Blicke auf sich. Nicht wegen der Kleidung oder eines lauten Grußes, sondern wegen eines rhythmischen, hellen Quietschens, das bei jedem einzelnen Schritt von den eigenen Sohlen ausgeht.
Das Geräusch ist nicht nur peinlich, es kann einen auf Dauer regelrecht mürbe machen. Oft tritt das Problem sogar bei hochwertigen Lederschuhen oder nagelneuen Sneakern auf, die eigentlich perfekt passen. Die Ursache für dieses akustische Ärgernis ist dabei fast immer dieselbe: Reibung im Inneren des Schuhs. Meist arbeitet die herausnehmbare Innensohle gegen das Material des Schuhkörpers. Trockenes Leder oder Kunststoff reibt bei jeder Abrollbewegung aufeinander, und die eingeschlossene Luft verstärkt die Schwingung wie ein Resonanzkörper.
Die Lösung für dieses Problem ist verblüffend simpel und findet sich oft im Badezimmerschrank, ohne dass man einen Schuster aufsuchen oder zu teuren Gleitsprays greifen muss. Ein gewöhnliches Puder – egal ob klassisches Babypuder oder einfaches Talkumpuder – beendet das Konzert der Sohlen sofort.
Der Kniff funktioniert so: Man nimmt die Innensohle aus dem quietschenden Schuh heraus. Nun streut man eine großzügige Menge des Puders direkt in das Innere des Schuhs, sodass der Boden leicht bedeckt ist. Danach legt man die Sohle einfach wieder ein. Das feine Puder wirkt nun wie ein trockenes Schmiermittel. Es legt sich in die mikroskopisch kleinen Zwischenräume und eliminiert die Haftreibung zwischen den Materialschichten.
Wer gerade kein Puder zur Hand hat, kann in der Not sogar zu einem trockenen Stück Seife greifen und die Unterseite der Innensohle damit einreiben. Der Effekt ist derselbe: Die Reibung verschwindet, und damit auch das Geräusch. So kehrt die Souveränität beim Gehen zurück, und der Fokus liegt wieder auf dem Termin – und nicht mehr auf den eigenen Füßen. Zudem schont dieser kleine Handgriff das Material, da weniger Scheuerbelastung entsteht, was die Lebensdauer der geliebten Schuhe ganz nebenbei verlängert.