Man steht beladen mit Einkäufen vor der Haustür, es regnet, und genau jetzt will der Schlüssel nicht so recht. Er klemmt, er hakt, man ruckelt ungeduldig am Zylinder, bis es endlich „Klick“ macht. Oft schieben wir diesen kleinen Widerstand auf das Alter des Schlosses oder die Kälte, doch meist ist es ein schleichendes Problem der Schmierung. Wer nun instinktiv zum klassischen Allzwecköl oder gar zu Speiseöl greift, begeht einen typischen Alltagsfehler, der das Problem auf Dauer sogar verschlimmert. Öl zieht Staub und winzige Metallabriebe magisch an; im Inneren des Zylinders entsteht so mit der Zeit eine zähe Paste, die die feine Mechanik erst recht blockiert.
Die überraschend einfache Lösung für ein geschmeidiges Schloss findet sich meist in der Schreibtischschublade oder im Schulmäppchen: ein simpler Bleistift. Die Mine besteht aus Graphit, einem trockenen Schmiermittel, das im Gegensatz zu Fett oder Öl keine Rückstände bindet. Es genügt, die Kerben und Seiten des Schlüssels großzügig mit der Bleistiftspitze „anzumalen“, bis eine deutlich sichtbare, silbrig-dunkle Schicht haftet.
Führt man den Schlüssel nun mehrmals in das Schloss ein und dreht ihn vorsichtig hin und her, verteilt sich das Graphit auf den winzigen gefederten Stiften im Inneren des Zylinders. Der Effekt ist sofort spürbar: Der mechanische Widerstand schwindet, der Schlüssel gleitet fast ohne Kraftaufwand, und das Schloss ist für Monate ohne klebrige Nebenwirkungen gewartet. Ein winziger Handgriff mit einem Alltagsgegenstand, der teure Einsätze vom Schlüsseldienst verhindert, bevor der Schlüssel im schlimmsten Fall unter zu viel Druck im Schloss abbricht.
Wenn der Schlüssel plötzlich hakt
Man steht beladen mit Einkäufen vor der Haustür, es regnet, und genau jetzt will der Schlüssel nicht so recht. Er klemmt, er hakt, man ruckelt ungeduldig am Zylinder, bi…