Chris Markers

Das leise Reißen am frühen Morgen

Es ist einer dieser Momente, in denen man es eilig hat. Man greift zum Türgriff des Autos, zieht – und spürt einen ungewohnten, zähen Widerstand. Ein kurzes, unschönes G…

Das leise Reißen am frühen Morgen

Es ist einer dieser Momente, in denen man es eilig hat. Man greift zum Türgriff des Autos, zieht – und spürt einen ungewohnten, zähen Widerstand. Ein kurzes, unschönes Geräusch später ist es passiert: Das Gummi der Türdichtung hat am Metall geklebt und ist beim Öffnen leicht eingerissen. Was wie eine belanglose Kleinigkeit aussieht, wird spätestens bei der nächsten Autobahnfahrt durch ein pfeifendes Windgeräusch oder bei starkem Regen durch Feuchtigkeit im Innenraum zum echten Ärgernis.
Dabei lässt sich dieser schleichende Verschleiß an den Kontaktstellen zwischen Karosserie und Tür mit einem Handgriff verhindern, den viele erst dann in Erwägung ziehen, wenn es bereits zu spät ist. Anstatt die Dichtungen über die Jahre spröde werden zu lassen, hilft eine hauchdünne Schutzschicht. Wer gerade kein spezielles Pflegemittel aus dem Fachhandel zur Hand hat, findet die Lösung oft in der Tasche oder im Badezimmer: Ein herkömmlicher Lippenpflegestift auf Fettbasis leistet erstaunliche Dienste.
Einmal kurz über die gesäuberten Gummikanten gefahren, verhindert das Fett, dass das Material an der Karosserie festfriert oder durch Hitze festklebt. Das Gummi bleibt geschmeidig, dichtet perfekt ab und gleitet beim Öffnen lautlos vom Metall weg. Es sind diese wenigen Sekunden Aufmerksamkeit während eines Routine-Checks, die am Ende nicht nur die morgendliche Laune retten, sondern auch den wertmindernden Austausch ganzer Dichtungssätze in der Werkstatt überflüssig machen.