Der Frust beginnt meist dann, wenn der Videocall ruckelt oder die Webseite ewig lädt, obwohl der Router eigentlich volle Leistung bringen sollte. In vielen Haushalten beginnt in solchen Momenten eine klassische Fehlersuche: Das Gerät wird neu gestartet, der Provider kontaktiert oder der Laptop wird frustriert in eine andere Ecke des Zimmers getragen. Dabei ist die Ursache für das schwache Signal oft kein technischer Defekt und auch keine zu dicke Wand, sondern ein Einrichtungsgegenstand, den man dort kaum vermutet hätte. Besonders große Wandspiegel können den heimischen Datenfluss massiv ausbremsen.
Der Grund liegt in der physikalischen Beschaffenheit des Glases. Fast jeder herkömmliche Spiegel ist auf der Rückseite mit einer hauchdünnen Metallschicht überzogen, um das Licht zu reflektieren. Genau diese Schicht wird für die elektromagnetischen Wellen des WLANs zum Problem. Das Metall wirkt wie eine Barriere, die das Funksignal nicht nur abschirmt, sondern es auch wie ein Echo unkontrolliert in den Raum zurückwirft. Es entstehen sogenannte Interferenzen, die die Verbindung instabil machen und die Reichweite drastisch verkürzen.
Wer seinen Router beispielsweise im Flur direkt gegenüber einer verspiegelten Garderobe platziert hat, schickt das Signal sprichwörtlich gegen eine Wand. Das Ergebnis sind oft „tote Zonen“ in den angrenzenden Räumen, in denen kaum noch Daten ankommen. Oft reicht schon eine kleine Veränderung der Position um ein oder zwei Meter, weg von der direkten Sichtlinie zwischen Spiegel und den genutzten Geräten, um die Verbindung zu stabilisieren. Es ist eine verblüffend einfache Anpassung der Wohnraumgeometrie, die ganz ohne teure Zusatzgeräte oder Repeater für einen spürbaren Schub bei der Internetgeschwindigkeit sorgt.
Der unsichtbare Feind des schnellen Internets
Der Frust beginnt meist dann, wenn der Videocall ruckelt oder die Webseite ewig lädt, obwohl der Router eigentlich volle Leistung bringen sollte. In vielen Haushalten be…