Chris Markers

Warum der Rasierer im Bad viel zu schnell aufgibt

Es ist ein bekanntes Ärgernis bei der morgendlichen Routine: Schon nach wenigen Anwendungen fängt die eigentlich neue Rasierklinge an zu ziehen und hinterlässt unangeneh…

Warum der Rasierer im Bad viel zu schnell aufgibt

Es ist ein bekanntes Ärgernis bei der morgendlichen Routine: Schon nach wenigen Anwendungen fängt die eigentlich neue Rasierklinge an zu ziehen und hinterlässt unangenehme Rötungen auf der Haut. Meist wandert das teure Stück dann frustriert in den Müll, in der Annahme, der Stahl sei bereits stumpf geworden. Doch die Ursache liegt selten an den Haaren, die geschnitten wurden, sondern an einem unsichtbaren Prozess, der direkt nach dem Abspülen unter dem Wasserhahn beginnt.
Winzige Wassertropfen bleiben oft hartnäckig zwischen den eng beieinanderliegenden Klingen haften und führen dort zu mikroskopisch kleiner Korrosion. Diese winzigen Roststellen machen die Schneide schartig und stumpf, lange bevor das Material durch die eigentliche Benutzung abgenutzt ist. In der feuchten Umgebung des Badezimmers hat der Stahl kaum eine Chance, von selbst schnell genug zu trocknen.
Um die Lebensdauer der Klingen drastisch zu verlängern, hilft ein überraschend einfacher Handgriff nach jeder Benutzung. Statt den Rasierer lediglich kurz abzuschütteln und nass in die Halterung zu legen, sollte man die Klingen gezielt trocknen. Ein kurzer Stoß mit dem Haartrockner auf kalter Stufe entfernt die Feuchtigkeit aus den Zwischenräumen in Sekunden. Wer es noch unkomplizierter mag, kann den Scherkopf nach dem Abspülen kurz auf einem trockenen Handtuch entgegen der Rasurrichtung abstreifen. So bleibt der Stahl glatt, die Rasur sanft und der Geldbeutel wird geschont, da die Wechselintervalle der teuren Ersatzklingen sich oft mehr als verdoppeln.