Chris Markers

Warum ein nasses Tuch unter dem Heizkörper den Winterabend rettet

Wenn die Tage kürzer werden und der erste Frost an den Fenstern knabbert, greifen wir fast automatisch zum Thermostat. Doch kaum verbreitet sich die wohlige Wärme im Woh…

Warum ein nasses Tuch unter dem Heizkörper den Winterabend rettet

Wenn die Tage kürzer werden und der erste Frost an den Fenstern knabbert, greifen wir fast automatisch zum Thermostat. Doch kaum verbreitet sich die wohlige Wärme im Wohnzimmer, beginnt bei vielen das dezente Kratzen im Hals oder ein plötzlicher Niesreiz. Es ist nicht immer die heraufziehende Erkältung, die uns zu schaffen macht, sondern oft ein ganz banaler, fast unsichtbarer Mitbewohner: der Staub, der sich über die Sommermonate tief in den verwinkelten Lamellen der Heizkörper eingenistet hat.
Sobald die Heizung hochfährt, entsteht eine Thermik, die diese feinen Partikel wie ein unsichtbares Gebläse direkt in den Raum und damit in unsere Atemwege befördert. Wer nun versucht, mit dem Staubsaugerrohr oder einem herkömmlichen Staubwedel für Ordnung zu sorgen, scheitert meist an den engen Zwischenräumen und wirbelt den Schmutz nur noch weiter auf. Dabei lässt sich das Problem mit einem einfachen Gegenstand lösen, den jeder im Schrank hat.
Anstatt mühsam in den Ritzen zu stochern, nutzt man die Schwerkraft und ein physikalisches Gesetz. Man nimmt ein altes Baumwolltuch oder ein großes Handtuch, tränkt es in Wasser und wringt es gut aus, sodass es nur noch feucht ist. Dieses Tuch breitet man nun direkt unter dem Heizkörper auf dem Boden aus. Nun kommt ein ganz gewöhnlicher Haartrockner zum Einsatz: Mit der höchsten Kaltluftstufe bläst man von oben kräftig durch die einzelnen Lamellen des Heizkörpers.
Der Effekt ist sofort sichtbar. Der Staub wird durch den Luftstrom nach unten gedrückt, kann aber nicht in die Raumluft entweichen, da er sofort an der feuchten Oberfläche des Tuches hängen bleibt. Innerhalb weniger Minuten ist der Heizkörper von den Altlasten des Sommers befreit. Das Ergebnis ist eine spürbar reinere Raumluft und ein effizienteres Heizen, da der Staub nicht mehr als isolierende Schicht auf den Lamellen liegt. So bleibt der Abend auf dem Sofa genau so, wie er sein soll: gemütlich, warm und vor allem staubfrei.