Chris Markers

Wenn das Gegenlicht plötzlich blendet

Es passiert meistens dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann: Die tiefstehende Sonne oder die Scheinwerfer des Gegenverkehrs verwandeln die Windschutzscheibe in e…

Wenn das Gegenlicht plötzlich blendet

Es passiert meistens dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann: Die tiefstehende Sonne oder die Scheinwerfer des Gegenverkehrs verwandeln die Windschutzscheibe in eine milchige Wand. Obwohl man das Auto regelmäßig pflegt, scheint die Sicht von Tag zu Tag diffuser zu werden. Das Problem sitzt dabei meist nicht außen, sondern direkt vor der Nase. Im Innenraum eines Autos bildet sich über Wochen ein hartnäckiger Film aus Staub, Ausdünstungen der Armaturen und feinsten Rückständen der Klimaanlage. Dieser Belag ist bei normalem Tageslicht fast unsichtbar, bricht aber bei direktem Lichteinfall die Strahlen und sorgt für gefährliche Blendeffekte.
Viele greifen in dieser Situation zum erstbesten Papiertuch, doch das macht die Sache oft nur schlimmer und verteilt den Schmierfilm großflächig. Dabei lässt sich die volle Durchsicht mit einem einfachen Kniff wiederherstellen, den Profis seit Jahren nutzen. Ein sauberes, trockenes Waffel-Mikrofasertuch ist das Werkzeug der Wahl. Ohne Reinigungsmittel, nur mit leichtem Druck und in geraden Bahnen geführt, nimmt die feine Struktur des Tuchs den Belag restlos auf. Wichtig ist dabei, nicht nur die Mitte, sondern gezielt die Ränder bis zum Armaturenbrett zu säubern, wo sich die meisten Partikel sammeln. Wer diese kurze Routine einmal im Monat in den Alltag integriert, wird feststellen, dass die Augen bei Fahrten in der Dämmerung deutlich weniger ermüden – ein kleiner Handgriff für ein großes Plus an Sicherheit.