Es ist dieser eine Morgen im Spätherbst, an dem der Frost das erste Mal silbern auf den Autodächern glänzt. Man kramt tief im Kleiderschrank oder holt die Box vom Dachboden, um endlich den dicken Daunenmantel hervorzuholen. Doch beim Anziehen folgt die Ernüchterung: Was letztes Jahr noch ein bauschiges Schutzschild gegen die Kälte war, fühlt sich nun flach, leblos und seltsam dünn an. Die Wärme will sich einfach nicht einstellen.
Das Problem liegt oft Monate zurück – im Moment des Einlagerns nach dem letzten Winter. In dem Bemühen, Platz zu sparen, greifen viele zu den praktischen Vakuumbeuteln, die die Luft absaugen und Textilien auf ein Minimum reduzieren. Was bei Bettwäsche oder T-Shirts hervorragend funktioniert, ist für die empfindliche Struktur von Daunen und modernen Funktionsfasern fatal. Durch den enormen Druck im luftleeren Raum brechen die feinen Verästelungen der Federn oder werden so stark zusammengepresst, dass sie ihre natürliche Spannkraft verlieren. Da Kleidung aber nicht durch den Stoff selbst, sondern durch die eingeschlossene Luftschicht dazwischen isoliert, bleibt der Wärmeeffekt aus, sobald das Material "platt" ist.
Die Lösung ist so simpel wie effektiv und rettet das Lieblingsstück für viele weitere Jahre. Wer seine Wintergarderobe einlagert, sollte den Drang zur maximalen Kompression unterdrücken. Ein einfacher, atmungsaktiver Kleidersack aus Stoff, der locker im Keller oder auf dem Dachboden hängt, ist die beste Wahl. Wer nur Kisten nutzen kann, sollte die Jacken ganz obenauf legen und niemals beschweren.
Hat die Jacke bereits gelitten, hilft oft ein kleiner Trick aus der Wäschepflege: Ein kurzer Gang im Trockner auf niedrigster Stufe zusammen mit zwei sauberen Tennisbällen. Die Bälle lockern die verklebten Fasern mechanisch auf und geben dem Mantel sein Volumen zurück. So wird aus dem dünnen Stoffrest wieder die wohlige Barriere gegen den Winterwind, die man sich beim ersten Frost so sehr wünscht.
Wenn die Winterjacke plötzlich dünn wird: Der kleine Fehler beim Einlagern
Es ist dieser eine Morgen im Spätherbst, an dem der Frost das erste Mal silbern auf den Autodächern glänzt. Man kramt tief im Kleiderschrank oder holt die Box vom Dachbo…