Chris Markers

Das stille Rätsel der namenlosen schwarzen Stecker

Wer kennt es nicht: In einer dunklen Ecke des Schranks oder in einer vergessenen Kiste im Keller schlummert sie – die Ansammlung namenloser Netzteile. Schwarze, klobige…

Das stille Rätsel der namenlosen schwarzen Stecker

Wer kennt es nicht: In einer dunklen Ecke des Schranks oder in einer vergessenen Kiste im Keller schlummert sie – die Ansammlung namenloser Netzteile. Schwarze, klobige Stecker, die zu Geräten gehören könnten, die man längst entsorgt hat, oder, schlimmer noch, die man gerade dringend braucht. Das Problem offenbart sich meist in einem Moment der Eile, wenn der alte Akkubohrer geladen werden muss oder die externe Festplatte mit den Urlaubsfotos doch noch einmal zum Einsatz kommen soll. Man probiert drei verschiedene Stecker aus, riskiert im schlimmsten Fall die empfindliche Elektronik durch falsche Spannungen und gibt am Ende oft frustriert auf.
Dabei lässt sich dieses kleine Logistik-Chaos in der Wohnung mit einem einzigen Handgriff beim Auspacken eines Neukaufs dauerhaft bannen. Anstatt das Netzteil einfach nur stillschweigend in der Steckdosenleiste verschwinden zu lassen, hilft ein schlichter Streifen helles Malerkrepp oder ein kleiner Klebeetikett direkt am Kabelende nahe dem Stecker. Notiert man dort kurz und knapp den Namen des zugehörigen Geräts, gehört das mühsame Vergleichen von Volt-Zahlen und Stecker-Durchmessern bei der nächsten Suche der Vergangenheit an. Wer es noch etwas eleganter mag, greift zu verschiedenfarbigen kleinen Gummiringen oder Kabelmarkierern. So bleibt die Technik-Ecke übersichtlich, und man spart sich die wertvolle Zeit, die man sonst mit dem Entwirren und Raten verbracht hätte. Dieser kurze Moment der Aufmerksamkeit beim ersten Auspacken sorgt dafür, dass aus dem anonymen Kabelsalat ein funktionales System wird, das auch Jahre später noch Ordnung in den digitalen Alltag bringt.